Ägypten: Explosive Zunahme der Entführungen von christlichen Frauen, erzwungene Übertritte zum Islam

Die ägyptische Menschenrechtsorganisation „Euhro“, in der Muslime und Christen zusammenarbeiten, meldet eine starke Zunahme der Entführungen von christlichen Mädchen seit der Revolution im Jahr 2011. In den zehn Monaten sind bisher bereits 1500 Mädchen entführt worden. In 80% der Fälle handelt es sich um minderjährige Mädchen. Nur zehn von ihnen seien wieder zurückgekehrt.

Der Vorsitzende der Organisation Naguib Gobraiel erklärte: „Zur Zeit Mubaraks registrierten wir etwa 200 Fälle pro Jahr. Die Zahl der radikalen Muslimorganisationen wächst jetzt ständig. Sie zahlen jüngeren Menschen dafür, dass sie Mädchen entführen und sie dazu zwingen, zum Islam überzutreten. Diese Organisationen erhalten finanzielle Unterstützung aus Saudi-Arabien und Katar.“

Junge Burschen oder Lehrkräfte an den Schulen werden angeheuert, um das Vertrauen der Mädchen zu gewinnen. Sie bekommen dafür gut bezahlt. Die Entführungen laufen dann häufig nach demselben Schema ab. Gobraiel: „Die Frauen werden zuerst entjungfert und bekommen dann Drogen, so dass sie nicht mehr wissen, mit wem sie sich eingelassen haben. Danach werden sie gezwungen, zum Islam überzutreten.“

Gobraiel stellt auch fest, dass die Behörden untätig bleiben: „Es hat nie ein Strafverfahren gegeben. Sie haben Angst vor der Muslimbruderschaft und vor den Salafisten.“
Quelle: http://www.nieuwreligieuspeil.net/