“Bei uns zu Hause macht das jeder so“

In der TV-Reportage „Cherie ça va? Tu es vraiment charmante“ am vergangenen Donnerstag kamen eine Reihe von Frauen zu Wort, die tagtäglich auf den Straßen von Brüssel belästigt werden. Nein, es gehr hier nicht (nur) um Frauen aus der berüchtigten Rue D’Aerschot, sondern auch um andere ganz normale Frauen, die in Brüssel wohnen, arbeiten oder studieren. Diese Frauen bekommen meist von Männern mit Migrationshintergrund sexuell anzügige Bemerkungen an den Kopf geworfen. Aber manchmal enden solche Kommentare auch in Verfolgungsjagden, Handgreiflichkeiten, Vergewaltigungen und Gewalttätigkeiten. Das zeugt, um es sehr vorsichtig zu formulieren, von mangelndem Respekt.Für die zugewanderten Männer ist das alles ganz normal: „Bei uns zu Hause macht das jeder so.“

Die organisation aus der TV-Reportage hat bereits genug davon und ruft jetzt auf den Straßen Brüssels zum Kampf auf. Mithilfe einer iPhone-Applikation und ein Website können Frauen melden, wenn sie belästigt wurden. Es wird niemanden überraschen, dass die Freiwilligen, die hinter dieser Organisation stehen, nach der obigen Sendung alle Hände voll zu tun hatten, um die ihnen zugeschickten persönlichen Erfahrungsberichte zu sichten. Offensichtlich beschränkt sich dieses „Phänomen“ auch nicht auf die Straßen von Brüssel. Gleichartige Meldungen gibt es nämlich auch aus anderen multikulturellen belgischen Städten und Gemeinden zuhauf. Für uns ist der Grund klar: der Islam bzw. die islamische Kultur. Es geht schließlich fast ausnahmslos um Einwanderer mit islamischem Hintergrund.

Hier können Sie die TV-Reportage sehen: http://www.een.be/programmas/koppen/cherie-ca-va-tu-es-vraiment-charmante