Interview mit An-Sofie Dewinter für SOS Österreich

SOS Österreich: Unsere Leser haben vor allem Ihren Mut bewundert, als wir zum ersten Mal über die Bewegung „Frauen gegen Islamisierung“ und über die Plakatkampagne berichtet haben. Wenn Sie sich heute überall in der Stadt selber auf Plakaten sehen, denken Sie nicht manchmal, dass Sie vielleicht doch ein wenig „zu weit gegangen sind“?

An-Sofie (Foto): Im Gegenteil. Jemand muss es doch wagen, als an-sofie-3erstes dagegen offen aufzutreten. Wenn niemand gegen die Islamisierung reagiert, dann geben wir den Einschüchterungsversuchen seitens des Islams nach, was nur zu Zensur und Selbstzensur führt. Offensichtlich ist das Ziel von manchen muslimischen Organisationen, jede Form von Kritik am Islam als Rassismus oder noch Schlimmeres zu brandmarken. Indem man jedem, der sich über den Islam kritisch äußert, auch noch mit Gewalt droht, hofft man offenbar, die Kritiker zum Schweigen bringen zu können. Gegenüber einer solchen Erpressung darf man niemals nachgeben. Ich merke auch, dass vielen Menschen überall in Europa jetzt langsam das wahre Wesen des Islam bewusst wird. Je mehr Kritik es am Islam gibt, desto nervöser wird auch die europäische Moslemgemeinschaft.
SOS Österreich: Ihre Idee ist sicherlich eine gute Marketingidee. Was sagen Ihre akademischen Lehrer und Ihre Kommilitonen dazu?
An-Sofie: Ich studiere Marketing an einer Hochschule in Antwerpen. Im Lehrerzimmer hängt das „Burka-Bikini“-Plakat am schwarzen Brett. Meine Lehrer finden, dass es ist eine originelle Form der Kommunikation und eine erfolgreiche Kampagne ist. Von ihnen habe ich jedenfalls noch keine Kritik gehört. Die Kampagne steht auch im Einklang mit allen Regeln der guten Kommunikation. Die Kampagne ist durchschlagkräftig genug, um Anlass zu Kontroversen zu bieten, und die Botschaft ist klar und deutlich.
SOS Österreich: Gibt es sonstige Reaktionen aus der jungen Generation? Wer ist positiver bzw kritischer: die Mädchen oder die Burschen?
An-Sofie: Ich habe positive Reaktionen von Burschen und von Mädchen bekommen. Obwohl, ich muss zugeben, dass die positiven Reaktionen der Burschen aus anderen Gründen erfolgen als diejenigen der Mädchen (lacht). Nein, Spaß beiseite … vor allem Mädchen und Frauen sind sehr positiv. Viele von ihnen erkennen nun auch, was dabei auf dem Spiel steht: die Emanzipation der Frauen, die Gleichstellung von Männern und Frauen, das Recht als Frau zu tun und zu lassen, was man selber möchte … In einigen Moslemvierteln in unseren europäischen Großstädten stellen wir jetzt bereits fest, dass sogar europäische Frauen sich dort anders verhalten. Aus Angst, die Moslems zu provozieren, kleidet man sich anders, spricht man anders und verhält man sich anders … Vergessen Sie vor allem nicht die physische Einschüchterung. Junge Moslems – auf der Straße, beim Tanzen, in der Schule … – schimpfen Mädchen eine Hure, wenn sie einen kurzen Rock tragen, nackte Schultern oder ein zu tiefes Dekolleté zeigen. Die Wahl zwischen „Freiheit oder Islam“ ist weit weniger radikal, als es scheint. Entweder wählen wir in Europa den Islam und kehren damit ins Mittelalter zurück oder wir entscheiden uns für ein fortschrittliches Europa, wo Frauen die Freiheit haben, zu tun oder zu lassen, was sie selber wollen, und zu kommen und zu gehen, wann sie es wollen.
SOS Österreich: Würden Sie weitere Plakataktionen mit oder ohne Burka machen (den Bikini hatten wir ja schon gestrichen), wenn Sie damit politisch etwas bewegen können? Vielleicht eine eigene Agentur, die ein Export-Werbekonzept für politische Bewegungen in anderen europäische Länder anbietet?
An-Sofie: Das war eine einmalige Aktion. Es war nicht meine Absicht, eine Karriere als Model zu machen. Aber natürlich bin ich immer bereit, mich an einer lustigen und effizienten Kampagne zu beteiligen, die unseren Ideen Farbe verleiht.
SOS Österreich: Mittlerweile haben wir Fotos von verwüsteten Plakaten gesehen. Gab es noch weitere Drohungen auch gegen Sie persönlich? Von welcher Seite?
An-Sofie: Über das Internet habe ich viele beleidigende E-Mails und Drohungen erhalten. Die radikal-fundamentalistische Sharia4Belgium hat sogar durch die Presse verkündet, dass sie unsere 20m²-Plakatwände zerstören würde, was in der Zwischenzeit auch hie und dort passiert ist. In einem You Tube Video sagt der Anführer der Sharia4Belgium, dass An-Sofie Dewinter Reue zeigen, eine Muslima werden und die Burka tragen soll. Einen besseren Beweis dafür, dass der Slogan „Freiheit oder Islam? Trauen Sie sich zu entscheiden“ gerechtfertigt ist, gibt es gar nicht. Der Vandalismus gegenüber den 20m²-„Burka-Bikini“-Plakatwänden zeigt zugleich auch, wie intolerant der Islam ist. Debatte und Diskussion interessieren diese Leute nicht. Ihren Aktionen stellen wieder einmal die totalitäre Natur des Islam unter Beweis. Auf die persönlichen Drohungen achte ich nicht besonders. Hunde, die bellen, beißen nicht!
SOS Österreich: Wer ist in Ihren Augen gefährlicher: Sharia4Belgium oder Hizb ut-Tahrir? Und warum?
An-Sofie: Hizb ut-Tahrir ist eine viel gefährlichere Organisation als Sharia4Belgium. Sharia4Belgium sind Karnevalsnarren im Vergleich zu Hizb ut-Tahrir. Hizb ut-Tahrir ist eine internationale Organisation, die in Dutzenden von Ländern vertreten ist und und eine in die Millionen gehende Anhängerschaft hat. Dass Hizb ut-Tahrir jetzt auch in unserem Land bereits aktiv ist, war für mich nicht wirklich überraschend. In Deutschland ist diese Organisation ja verboten, sodass sie jetzt versuchen, ihre Aktivitäten gleich hinter der Grenze zu organisieren. Glücklicherweise gelang es meinem Vater, die Innenministerin dahin zu bekommen, dass diese Veranstaltung der Hizb ut-Tahrir bei uns verboten wurde. Dank „SOS Österreich“ hat der Vlaams Belang rechtzeitig erfahren, dass hier in Belgien eine Veranstaltung der Hizb ut-Tahrir stattfinden würde. Man sieht daran, wie durch die europäische Zusammenarbeit zwischen patriotischen und konservativen Kräften ein positiver Erfolg erzielt werden kann.
SOS Österreich: Wie denken Sie und wie denkt Ihre Generation über das Problem der Massenzuwanderung? Kann es da noch einen Umkehrschub geben? Kann es gelingen, was Ihr Vater in Marokko und andere Parteifreunde in der Türkei versucht haben: diese Staaten zu freiwilliger Zurücknahme ihrer Auswanderer zu bewegen?
An-Sofie: Meine Generation sieht die Masseneinwanderung zweifellos anders als die Generation meines Vaters. Das ist auch logisch. Für meine Eltern und Großeltern war die Masseneinwanderung und der Multikulturalismus eine völlig neue Erfahrung, ein Schock … Wer jetzt 18, 19, 20 Jahre alt ist, ist leider mit Multi-Kultur bereits aufgewachsen und somit bedauerlicherweise „gewöhnt“, in Klassen zu sitzen, wo 1/3 oder die Hälfte der Studierenden Allochthone sind [‚Migrationshintergrund haben‘] … Wir sind heute allerdings bereits derart mit den Auswirkungen der Massen-Einwanderung und des Multikulturalismus konfrontiert, dass uns das Wasser bereits bis zum Halse steht. Darum schien es mir auch so wichtig, mich aktiv an dieser Kampagne „Freiheit oder Islam“ zu beteiligen. Vollständig reversibel ist die Einwanderungs-Invasion leider nicht mehr. Allerdings müssen wir es wagen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das bedeutet, dass illegale, kriminelle und unangepasste Ausländer in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden müssen. Im übrigen muss das Einwanderungsventil unwiderruflich dicht gemacht und Multi-Kulti zurückgeschraubt werden. Anpassen oder Rückkehr – das ist die Botschaft. Vor allem gegen die Islamisierung müssen wir antreten, denn der Islam hat auf europäischem Boden nichts verloren.
SOS Österreich: Waren Sie schon in Österreich? Was hat Ihnen hier gefallen? Würden Sie zu einer weiteren Veranstaltung von „Frauen gegen Islamisierung“ nach Österreich kommen und dort Ihr Anliegen auch persönlich vorstellen?
An-Sofie: Natürlich war ich bereits in Österreich. Mit meinen Eltern war ich in Kärnten und Wien. Vor allem Wien finde ich eine wunderschöne Stadt. Lassen Sie mich aber abschließend noch klarstellen, dass ich nur das Aushängeschild der Kampagne „Frauen gegen Islamisierung“ bin. Die Vorsitzende von „Frauen gegen Islamisierung“ ist die Senatorin Anke Van dermeersch vom Vlaams Belang. Sie ist die Sprecherin für unsere Organisation, nicht ich. Ich bin aber davon überzeugt, dass sie gerne nach Österreich kommen wird, um „Frauen gegen Islamisierung“ dort vorzustellen. Und ich selber werde natürlich auch anwesend sein, auf jeden Fall auf den Plakaten …Quelle: http://sosheimat.wordpress.com/2012/03/08/frauen-gegen-islamisierung-2/