‚Wenn ich ein Röckchen trage, werde ich Hure genannt‘

Ein bemerkenswerter Aufruf in der flämischen Zeitung Het Nieuwsblad: Sofie Peeters (Studentin, 25 Jahre) sucht für ihre Diplomarbeit zum Thema „Warum Männer sich sexistisch verhalten“ Aussagen von Frauen, die Opfer männlicher Belästigungen geworden sind. Sie will damit das öffentliche Bewußtsein für dieses „ganz heikle Problem“ wecken.

Sofie Peeters weist dabei darauf hin, dass „es vor allem eine Gruppe innerhalb der Einwanderer-Community gibt, die laufend ein schockierend sexistisches Verhalten an den Tag legt“. Sie nennt das Kind zwar (noch) nicht beim wirklichen Namen, aber es ist offensichtlich, dass sie von Muslimen spricht und nicht von Hindus, Chinesen oder Juden. Peeters berichtet, dass sie „Hure“ und „Schlampe“ geschimpft wurde, als sie sich einmal in Brüssel mit einem kurzen Rock auf der Straße zeigte. Das ist natürlich typisch für die islamische Kultur, die von Natur aus Frauen diskriminiert. So werden etwa Frauen ohne Kopfbedeckung von orthodoxen Muslimen als „unanständig“ und als „Huren“ angesehen. Anke Van dermeersch beschreibt dies ausführlich in ihrem kürzlich erschienenen Buch: ‚Hoer noch slavin. Vrouwen en islam‘ [‚Hure oder Sklavin. Frauen und Islam‘].Sind Sie als Frau schon einmal Opfer männlicher Belästigungen geworden? Melden Sie es bitte an Sofie Peeters: femme.de.la.rue@gmail.com

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Nachstehend der ganze Artikel in deutscher Übersetzung:

BRÜSSEL – „Hure, Schlampe, wieviel kostest du?“ Derlei einschüchternde Kommentare bekommen Sofie und andere Frauen, die sich in Brüssel in normaler europäischer Bekleidung auf die Straße wagen, fast täglich zu hören. Sofie Peeters untersucht jetzt für ihre
Diplomarbeit, warum Männer solches sexistisches Verhalten an den Tag legen.

Als Sofie Peeters (25) vor zwei Jahren von Löwen/Leuven nach Brüssel zog, sah sie dem Leben in der Hauptstadt mit großen Erwartungen entgegen. „Ich freute mich besonders auf die Mischung verschiedener Kulturen in einer viel größeren Stadt als Löwen“, sagt die Studentin. Aber das klappte bei weitem nicht so gut, wie sie gedacht hatte.

„Niemand hatte mich vor dem gewarnt, was ich hier auf der Straße mitmachen würde. Unter anderem von seiten von Männern, die einen ständig ansprechen oder sexistische Bemerkungen machen.“
Als Studentin im Abschlussjahr an der Brüssel Filmhochschule Rits entschied sie sich, ihre Diplomarbeit zu machen. In einem Dokumentarfilm mit dem Titel „Femme de la rue“ [„Frau auf der Straße“ bzw „Straßenmädchen“] untersucht sie, warum Männer sexistisches Verhalten an den Tag legen und wie Frauen damit umgehen.
„Vor allem im Frühling und im Sommer können einem Männer ziemlich auf die Nerven gehen“, sagt Sofie. „Wenn ich vom Südbahnhof zu meiner Wohnung im Anneessenswijk gehe, werde ich ständig angesprochen. Als ich einmal einen kurzen Rock trug, wurde ich binnen 15 Minuten nicht weniger als elf Mal angesprochen. Und zwar nicht immer auf die charmante Art. Manche riefen mir alle Arten von Beleidigungen zu, so etwa Hure oder Schlampe, oder fragten, wieviel es kostet, um mit mir ins Bett zu gehen. Das ist doch wohl nicht mehr normal?“
„Selbst wenn ich lange Hosen trage, bekomme ich alle möglichen Beleidigungen an den Kopf geschleudert. Das kann die Moral einer Frau echt erschüttern. Ein Mädchen, das ich für meinen Dokumentarfilm interviewt habe, war davon so angeschlagen, dass sie kurz danach aus Brüssel wegzog. Es ist schon ein starkes Stück, dass es so weit gekommen ist. Es ist schwierig, wenn man sich jedesmal nach einer solchen Bemerkung abwendet und in eine andere Richtung geht. Dann dauert ein Weg dreimal so lange.“
Sofie hat sich jetzt auf die Suche nach der Ursache für dieses Phänomen begeben. Sie stellt fest, dass es vor allem um eine Gruppe innerhalb der Einwanderer-Community geht, die laufend ein schockierend sexistisches Verhalten an den Tag legt.
„Ich versuche ihre Ansichten kennenzulernen. Ich höre, dass viele glauben, dass westliche Frauen das geradezu herausfordern, weil sie oft in eindeutigen Posen auf Werbeplakaten abgebildet sind. Aber auch Langeweile, Arbeitslosigkeit und Frustration spielen dabei eine Rolle. Für einige ist es sogar eine Form der Machtausübung. Sie denken, ich bin der Mann. Dies stellt besonders für Frauen, die hier leben wollen, eine Herausforderung dar. Deshalb mache ich jetzt einen Dokumentarfilm zu diesem Thema. Um damit das öffentliche Bewußtsein für dieses ganz heikle Problem zu wecken.“
Sofie ruft andere Frauen auf, ihr ihre Erlebnisse mitzuteilen.
Kontakt über: femme.de.la.rue@gmail.com
Sponsorenkontakte sind willkommen über www.sponsume.comQuelle: Het Nieuwsblad